Geschichte des "Sägewerks"

Mächtige Buchenstämme wurden jahrzehntelang im ehemaligen Casala-Sägewerk bearbeitet um dann als CASALA Stühle in die gesamte westliche Welt verschickt zu werden.

Gegründet wurde die Fabrik während des 1. Weltkriegs im Jahre 1917 vom Kaufmann Carl Sasse und Zimmermann Friedrich Voß. Zunächst wurden Holzschuhsohlen und Munitionsverpackungen hergestellt und nach Kriegsende die ersten Stühle nach eigenen Entwürfen. Zunächst wurde das Holz für diese Stühle in Nettelrede und in Rodenberg gesägt. Da das Unternehmen aber stetig wuchs, war der Bau eines Sägewerks in Lauenau 1948 das erste große Projekt, das Nachfolger Dietrich Grönemeyer realisierte. Der große Energiebedarf dafür wurde gleich nebenan im damaligen Kesselhaus selbst erzeugt. So wurde hier über 40 Jahre lang das Stuhlholz gesägt für die bekannten CASALA Schulmöbel und viele andere Stuhlprogramme für Stadthallen, Restaurants, Esszimmer und Behörden.

In den besten Jahren zählten die Casala-Werke mit damaligen Zweigwerken mehr als 1300 Beschäftigte. Der Abwärtstrend aber begann in den 80er Jahren, als Stühle, die 40Jahre und mehr halten, nicht mehr gefragt waren. Das Sägewerk wurde bereits Anfang der 90er Jahre stillgelegt, weil die damit verbundene immense Lagerhaltung von Stuhlholz zu viel Kapital gebunden hatte und die Energieerzeugung zu teuer wurde. 1995 war Schluss für die Carl Sasse GmbH und auch einige Besitzerwechsel danach konnten den Abwärtstrend nicht aufhalten. So war 2003 in den Gebäuden endgültig Schluss als Produktionsstätte. Der Flecken kaufte das verwaiste Fabrikgelände im Zentrum Lauenaus und schaffte Möglichkeiten für Sport, Kultur und Gewerbe, sich dort niederzulassen.

Im Jahr 2007 wurde das alte Sägewerk komplett renoviert und dient Lauenau seitdem auf 1.000 m² als Veranstaltungshalle für bis zu 650 Personen. Der Gebäude-Charakter des ehemaligen Sägewerks sollte möglichst erhalten bleiben. Zusätzlich befindet sich im Sägewerk neben Bühne, Zuschauer- und Thekenbereich Schaumburgs erste Indoor-Boule-Fläche mit drei wettkampfgerechten Bahnen.

Veranstaltungshalle "Sägewerk"

Im Jahr 2007 wurde das ehemalige Casala-Sägewerk komplett renoviert, wobei der Gebäude-Charakter erhalten blieb. Als Veranstaltungshalle bietet es auf 1.000 m² Platz für bis zu 650 Personen (nur Bestuhlung).

Bei Bedarf können lange Tischreihen aufgebaut, wodurch Feiern samt Catering möglich sind.

Zusätzlich befindet sich im Sägewerk neben Bühne, Zuschauer- und Thekenbereich Schaumburgs erste Indoor-Boule-Fläche mit drei wettkampfgerechten Bahnen.

*Quellen: Schaumburger Wochenblatt vom 17.11.2007, Jürgen Schröder, Wikipedia
Historische Fotos: Archiv Casala, Wilhelm Leisemann, Hans Folberth

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